Über das Schwert:
Dieses japanische Schwert ist ein Meisterwerk eines Schülers von Suishinshi Masahide, einem der berühmtesten Schmiede der Edo-Zeit. Das Schwert gehört zur Kategorie der Wakizashi und trägt die Signatur seines Schöpfers, Hatakeyama Yamato no Kami Minamoto Masatsugu (畠山大和介源正 次), sowie eine Inschrift des Entstehungsjahres, der Bunsei-Periode.
Von der NBTHK als „erhaltenswertes Schwert“ klassifiziert, zeugt dieses Schwert von außergewöhnlicher Handwerkskunst und großem historischem Wert.
Über den Meister:
畠山大和介源正光 (Hatakeyama Yamato-no-kami Minamoto Masamitsu) war ein begabter Schwertschmied, der während der Bunkyū-Ära (1861–1864) in der Provinz Settsu, Japan, tätig war. Trotz seiner relativ kurzen Schaffensperiode hinterließ Masamitsu mit seiner außergewöhnlichen Handwerkskunst und Detailtreue einen bedeutenden Eindruck in der japanischen Schwertschmiedegemeinschaft.
In eine Linie erfahrener Schwertschmiede hineingeboren, war Masamitsu der Sohn von Masakiyo. Sein Wissen und Können vertiefte er unter der Anleitung des versierten Yasutomo, seinerseits ein renommierter Schwertschmied. Neben seiner Tätigkeit in Settsu lebte Masamitsu auch in Aki, wo er seine Schmiedetechniken weiter verfeinerte.
Masamitsus Hingabe an die Kunst des Schwertschmiedens zeigt sich in der Qualität seiner Werke. Seine Schwerter, insbesondere seine Wakizashi, sind für ihre Anmut und Schönheit bekannt und verkörpern die feinsten Traditionen und Techniken der Bunkyū-Ära.
Merkmale des Schwertes:
Die Klinge zeigt eine leicht ausgeprägte Krümmung und ist im Shinogi-zukuri-Stil gefertigt, der sich durch eine markante Gratlinie über die gesamte Klingenlänge auszeichnet. Der Mune (Rücken) ist im Iori-Stil geformt, was der Gesamterscheinung des Schwertes eine elegante Note verleiht. Das Kissaki (Spitze) ist im Ko-Gissaki-Stil gearbeitet – eine kleinere, feinere Spitze.
Der Hamon (Härtelinie) zeigt ein unregelmäßiges Wellenmuster, bekannt als Gunome-Midare, das von krabbenartigen Zeichnungen wunderschön ergänzt wird. Diese kunstvollen Muster unterstreichen die exquisite Handwerkskunst der Klinge. Das Jigane (Grundmetall) besitzt eine feine Maserung und ansprechende Textur, was die visuelle Wirkung des Schwertes zusätzlich steigert.
Koshirae (Montierung):
Der Fuchi (Zwinge), die Kashira (Knauf), die Tsuba (Stichblatt) und das Kozuka (kleines Beimesser) sind allesamt aus Eisen gefertigt und mit kunstvollen Goldeinlagen in Form von Libellen verziert. Diese detailreiche Ornamentik verleiht dem Schwert eine einzigartige, elegante Note.
Die Menuki (Griffzierden) sind aus Shakudō gefertigt, einer Kupfer-Gold-Legierung, und mit Goldeinlagen zarter Blüten versehen. Der Kōgai (nadelähnliches Gerät) besteht ebenfalls aus Shakudō und ist mit Goldeinlagen von Blüten und Insektenglocken verziert, was die verfeinerte Ästhetik des Schwertes weiter betont.
Die Saya (Scheide) ist mit schwarzem Lack überzogen, der sorgfältig mit einer Steinstruktur texturiert wurde – die perfekte Ergänzung zur exquisiten Klinge und zum kunstvollen Koshirae.
Abmessungen (ungefähr):
- Klingenlänge: 37,7 cm
- Breite an der Basis: 2,7 cm
- Breite an der Spitze: 2,0 cm
- Stärke an der Basis: 0,7 cm
- Stärke an der Spitze: 0,5 cm
- Klingengewicht: 352 g