Spezifikationen:
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Typ: Katana
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Epoche: Späte Muromachi-Zeit
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Omote Mei: 備州長船祐定作 (Bishu Osafune Sukesada Saku)
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Ura Mei: 大永二年八月日 (August 1522)
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Klingenlänge (Nagasa): 68,2 cm
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Krümmung (Sori): 2,0 cm
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Mekugi-ana: 1
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Registrierung: Präfektur Nagano, August, Heisei 25 (2013)
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Sugata: Shinogi-zukuri, Iori-mune
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Abmessungen: Motohaba (Breite an der Basis) – 3,06 cm, Motokasane (Stärke an der Basis) – 0,59 cm, Sakihaba (Breite am Yokote) – 2,26 cm, Sakikasane (Stärke am Yokote) – 0,49 cm
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Gewicht: 688 g
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Habaki: Kupfer mit silbernem Fuji-Berg-Motiv, einlagig
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Scheide: Shirasaya
Hintergrund:
Dieses Katana ist ein exquisites Beispiel der Osafune-Schule, die insbesondere in der späten Muromachi-Zeit – treffend als Sue-Bizen bezeichnet – ein Leuchtturm herausragender Schwertschmiedekunst war. Als Hauptzweig trägt die Osafune-Schule ein Erbe, das sich über Generationen erstreckte und Maßstäbe in der Schwertschmiedekunst setzte.
Der Name „Sukesada“ hat in den Annalen der Samurai-Geschichte großes Gewicht. Erstaunlicherweise nahmen rund 60 Schwertschmiede diesen Meisternamen an, und jeder brachte seine eigene Handschrift, seinen Stil und seine Innovationen ein. Diese Kunsthandwerker stammten aus Bizen, der Wiege der berühmten Bizen-Den-Schwerttradition. Diese angesehene Linie steht in einer Reihe mit anderen renommierten Traditionen wie Yamashiro Den, Soshu Den, Mino Den und Yamato Den.
Die Muromachi-Zeit, gleichbedeutend mit der turbulenten Sengoku-Ära (Zeit der streitenden Reiche), erlebte eine stark steigende Nachfrage nach Schwertern. Bizen, strategisch günstig gelegen, wurde zum Epizentrum dieser boomenden Nachfrage und bediente die Bedürfnisse der einflussreichen Feudalherren. Länge und Bauweise dieser Klinge deuten auf Effizienz und Wendigkeit hin – Eigenschaften, die in jenen unruhigen Zeiten hoch geschätzt wurden.
Eine solche Klinge zu besitzen bedeutet nicht nur, ein Schwert zu haben – es bedeutet, ein Stück Geschichte in Händen zu halten. Dieses Katana ist ein Zeugnis einer Epoche, die von Machtkämpfen und territorialen Rivalitäten zwischen Kriegsherren geprägt war. Jedes Element, von der sorgfältig geschmiedeten Klinge bis zum kupfernen Habaki mit silbernem Fuji-Berg-Motiv, spiegelt die Kunstfertigkeit und das kriegerische Erbe des alten Japan wider. Wer es hält, spürt beinahe das Echo der Vergangenheit – einer Zeit, in der Schwerter nicht nur Werkzeuge waren, sondern ein untrennbarer Teil der Seele eines Samurai.