Spezifikationen:
-
Mei (Signatur): 表【兼貞】
-
Typ: Katana
-
Epoche: Muromachi
-
Registrierungsdatum: 12. September, Heisei 3 (1991)
-
Klingenlänge: 63,4 cm
-
Krümmung (Sori): 1,6 cm
-
Mekugi-ana: 2
-
Motohaba (Breite an der Basis): 2,0 cm
-
Motokasane (Stärke an der Basis): 0,45 cm
-
Sakihaba (Breite an der Spitze): 1,35 cm
-
Sakikasane (Stärke an der Spitze): 0,3 cm
-
Klingengewicht: ca. 308,4 g (ohne Habaki und Griff)
-
Habaki-Gewicht: ca. 10 g
-
Gesamtlänge der Scheide (Saya): ca. 90,5 cm
Hintergrund und Geschichte:
Dieses Schwert ist ein seltenes Werk des renommierten Schmieds aus der Provinz Mino, Hachiya Kanesada. Die Klinge stammt aus der Region Mino und scheint aus der Tenbun-Ära (um 1532) zu datieren, womit sie ein Relikt von rund 491 Jahren ist. Obwohl das Schwert mit einer Motohaba von nur 2 cm schlank ist, macht seine Leichtigkeit es zu einem außergewöhnlichen Stück.
Kanesada, dem aufgrund seines Wohnsitzes im Gebiet Hachiya in Mino häufig der Beiname „Hachiya“ verliehen wurde, ist ein Name, der während der Muromachi-Zeit über mehrere Schmiedegenerationen weitergegeben wurde. Diese Schmiede waren berühmt für ihre fein gearbeiteten Klingen, die auf Schönheit wie auf Funktion ausgelegt waren.
Kanesada-Schwerter sind bekannt für die Harmonie zwischen der Schönheit der Härtung und der Funktionalität des Schnitts. Dass diese Klinge ein „Shoshin“ (authentischer) Kanesada ist – angesichts der Datierung vermutlich aus der vierten Generation –, macht sie zu einem besonders geschätzten Stück für Sammler.
Die Hachiya-Kanesada-Schule war während der Muromachi-Zeit einflussreich, besonders in den unruhigen Jahren, in denen die Nachfrage nach zuverlässigen und effizienten Schwertern ihren Höhepunkt erreichte. Diese Klingen wurden nicht nur für ihre Schneidfähigkeit, sondern auch für ihre künstlerische Schönheit geschätzt.
Dieser Kanesada ist ein hervorragendes Beispiel der Schmiedekunst der Muromachi-Zeit – einer Zeit, in der Japan in Aufruhr war und die Samurai für die unaufhörlichen Feudalkriege dringend zuverlässige Schwerter benötigten. Ein solches Stück in der Sammlung zu haben, ist sowohl ein Privileg als auch ein Fenster in eine vergangene Epoche des feudalen Japan.